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Mahnmal fuer die Sinti im Altwambuechener Moor_Foto Baaske
Veranstaltungen-Hannover

Gedenkstätte Ahlem: Das Sammellager Altwarmbüchener Moor

Hannover./Gedenkstätte Ahlem. Dokumentarische Spurensuche im Austausch mit Zeitzeugen: Im Rahmen
eines Filmprojekts haben Schülerinnen und Schüler der KGS Hemmingen im Stadtarchiv
Hannover recherchiert und eine Sintezza befragt, die als Kind im Sammellager
Altwarmbüchener Moor leben musste.

Nach Auschwitz abgeschoben_Foto Baaske

Sie erzählt in einem etwa 50-minütigen
Dokumentarfilm über diese Zeit. Am Sonntag, 5. März 2017, um 15 Uhr ist dieser Film in
der Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover, zu sehen. Im Anschluss
an die Filmvorführung wird ein Sinto, der als Nachkriegskind bis in die 1960er Jahre in
dem Sammellager Altwarmbüchener Moor gelebt hat, über seine Erfahrungen berichten
und erzählen, was es heißt, derart isoliert im Nachkriegsdeutschland aufzuwachsen.
In der Weimarer Zeit gab es in Hannover mehrere Stellplätze für Sinti. Ein Teil der Sinti
wohnte aber auch in der Stadt selbst, meist in der Altstadt oder in der Calenberger
Neustadt. Im Jahr 1938 wurde im Altwarmbüchener Moor ein kommunales Sammellager
errichtet, in das zunächst die Sinti eingewiesen wurden, die auf Stellplätzen lebten, ab
1942 auch die Sinti, die zuvor in Wohnungen gewohnt hatten. In der Nacht zum 1. März
1943 umstellten und räumten Polizisten dieses Lager. Die Familien wurden mit ihren
Kindern zum Bahnhof Fischerhof gebracht und von dort nach Auschwitz-Birkenau
deportiert.
Nach Kriegsende kehrten die überlebenden Sinti in ihre Heimatorte zurück. Da es in
Hannover nicht genügend Wohnraum gab und Sinti bei der Wohnraumverteilung hintenan
gestellt wurden, mussten sie wieder in den alten Wagen im Altwarmbüchener Moor
unterkommen.
Hinweis: Aufgrund der Veranstaltung fällt die öffentliche Führung an diesem Sonntag aus.
HCN/bs

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