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Anke Berndt, Leiterin der Gebrüder-Körting-Schule (inklusive Grundschule), Lehrerin Mareike Wanke, Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion Hannover, Prof. Dr. Claudia Schomaker, Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität, Marina Barth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover, und Prof. Dr. Gunnar Friege, Institut für Didaktik der Mathematik und Physik der Leibniz Universität, wollen mit dem Projekt „Hör mal hin!“ Kindern das Thema Hören näherbringen. (Foto: Region Hannover)
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Hör mal hin! Lehrkräfte machen sich fit zum Thema Hören

Dreijähriges Bildungsprojekt von Hörregion und Leibniz Universität Hannover

Hannover – Gut hören zu können bedeutet, gut kommunizieren und sich mit anderen austauschen zu können, teilzuhaben und leichter zu lernen. Darum macht sich das Netzwerk Hörregion Hannover stark für gutes Hören in der Region. Das Bildungsprojekt „Hör mal hin! Hörprojekt für und mit Schülerinnen und Schülern“, entwickelt vom Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität und gemeinsam umgesetzt mit dem Institut für Didaktik der Mathematik und Physik, ist eine Säule, um vor allem Kindern und Jugendlichen die Bedeutung des Hörsinns zu vermitteln. Jetzt machen sich Lehrkräfte fit, um das Thema im Unterricht anschaulich präsentieren zu können.

Pilot ist die Gebrüder-Körting-Schule in Hannover-Badenstedt, wo die ersten Fortbildungen stattfinden. „Unser Ansatz ist es, über die Fortbildungen Lehrkräfte zum einen für das Thema ,Hören‘ als Unterrichtsinhalt zu sensibilisieren und zum anderen ihnen Wege aufzuzeigen, wie das Thema im inklusiven Sachunterricht umgesetzt werden kann“, sagt Prof. Dr. Claudia Schomaker vom Institut für Sonderpädagogik.

Unterstützung bekommen sie und ihre Studierenden vom Institut für Didaktik der Mathematik und Physik: „ Die Akustik und damit auch das ,Hören‘ ist ein attraktives Thema, weil es neben den physikalischen Aspekten, vielfältige technische Anwendungsbereiche und einen starken Bezug zur Lebenswelt für Jung und Alt gibt“, sagt Prof. Dr. Gunnar Friege.

Anke Berndt, Leiterin der inklusiven Grundschule, war von dem Konzept schnell überzeugt: „Für uns ist es sehr wichtig an diesem Projekt teilnehmen zu können, da das Thema Hören“ eine zunehmend größere Bedeutung für unsere Schülerinnen und Schüler hat. Kinder zu sensibilisieren und ihnen Zusammenhänge zu verdeutlichen ist ein wichtiger Baustein, um in der heutigen Zeit zuhören und dann auch mitreden zu können.“

Möglich wird das Projekt durch Zuschüsse der Sparkasse Hannover. „Für die meisten von uns ist Hören ganz selbstverständlich. Umso wichtiger, jungen Menschen ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, wie facettenreich und spannend dieses Thema ist. Wir unterstützen hier ein äußerst wertvolles und nachhaltig wirkendes Projekt“, sagt Marina Barth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Neben Förderung durch die Sparkasse Hannover gibt die Hörregion Hannover Starthilfe. „Wer mehr über die Funktion und die Bedeutung des Ohres weiß, schätzt eher seinen Anteil an Lebensqualität und Teilhabe“, sagt Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion. „Gleichzeitig möchten wir das Verständnis für die Situation von schwerhörigen Menschen stärken. Gerade vor dem Hintergrund der inklusiven Beschulung soll damit auch das Miteinander normal und eingeschränkt hörender Kinde rund Jugendlicher gestärkt werden.“

HCN/regionhannover/lw

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