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Der Kampf um Wohnraum verdrängt auch Kinder aus ihren Wohngebieten (Themenfoto)
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Der Kampf um Wohnraum verdrängt auch Kinder aus ihren Wohngebieten

Hannover – „Brutal ist der Verdrängungswettbewerb um Mietwohnungen in unseren Städten und Gemeinden“, so Landesvorsitzender Johannes Schmidt. Die Leidtragenden sind dabei auch Kinder und Jugendliche, die ihre gewohnte Umgebung, Freunde und Spielkameraden verlieren, wenn ihre Eltern aus Gründen unbezahlbarer Miete ihr Wohnumfeld verlassen müssen. Eltern garantieren im Bewusstsein ihrer Kinder Sicherheit und Schutz und dazu gehört eben besonders das Gefühl, in gesicherten Verhältnissen zu leben.

Wenn zusätzlich zur Stigmatisierung „Arme Kinder – Reiche Kinder“ auch noch der Aspekt „Armer Stadtteil – Reicher Stadtteil“ anwächst, betoniert die Gesellschaft eine Struktur der gesellschaftlichen Spaltung bereits im Kindesalter.

Darum fordert der Kinderschutzbund in Niedersachen zum Internationalen Tag der Kinderrechte einen Stopp der Mietpreiserhöhungen. Johannes Schmidt: „Wohnen müssen wir als ein Grundrecht einfordern. Wir warnen  auch davor, dass trotz relativer Familienobdachlosigkeit oder Unterbringung in Notunterkünften hier der Damm  bricht und eine völlig neue Dimension von Gettos entstehen kann.

Die Orts- und Kreisvorstände des Kinderschutzbundes erleben vor Ort direkt und hautnah diese Verdrängung und Verunsicherung von Familien. Wenn Kinder erzählen, dass sie wegziehen müssen weil Eltern ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können, diese aber auch keine Hilfeempfänger sind, sei das schon herzzerreißend.

HCN/kinderschutzbund/lw

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