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Die Leonore-Goldschmidt-Schule trägt seit dem 4. Februar die Auszeichnung „Fairtrade-School“ und gehört nun zu den über 500 „Fairtrade-Schools“ Deutschlands. (Foto: fairtrade-schools, Bild: Anna Siggelkow)
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Leonore-Goldschmidt-Schule ist „faire Schule“

Hannover – Die Leonore-Goldschmidt-Schule trägt seit dem 4. Februar die Auszeichnung „Fairtrade-School“.

Sie ist die mittlerweile siebte Schule, die mit Unterstützung des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros der Landeshauptstadt Hannover diese Anerkennung erhielt. Geehrt wurde damit ihr herausragendes Engagement zur Förderung globaler Gerechtigkeit, eines nachhaltigen Konsums und des „Fairen Handels“.

Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, lobte das Engagement der Schule für nachhaltiges Handeln: „Wenn wir die nachhaltigen Entwicklungsziele mit Leben erfüllen wollen, sind wir alle gefragt, einen Beitrag dazu zu leisten. Es freut mich, dass die Leonore-Goldschmidt-Schule, die traditionell eine sehr engagierte Schule ist, sich auch besonders intensiv für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit einsetzt.“

„Wir sind im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung inhaltlich schon sehr gut aufgestellt“, Michael Bax, Schulleiter der Leonore-Goldschmidt-Schule, die in einem Passivhaus-Gebäude eingerichtet wurde. „Neben reichhaltigen Themenfeldern zur Energie- und Klimathematik im Energie-Lab und handlungsorientierten Erfahrungsmöglichkeiten zur Mobilität in der schulischen Fahrradwerkstatt zählt nun auch noch die Zertifizierung als ‚Fairtrade-Schule‘ dazu. Das hat echte Vorbildfunktion und Strahlkraft.“

„Fairtrade-Schools“ ist eine Kampagne von TransFair e.V. in Köln, gleichzeitig Träger der Fairtrade-Kampagne in Deutschland. Mit den „Fairtrade-Schools“ wird die Idee des „Fairen Handels“ weiterverbreitet. Gleichzeitig bietet das Zertifikat der Schule die Möglichkeit, ihr Engagement für eine gerechtere Welt nach außen zu tragen.

Die Leonore-Goldschmidt-Schule greift ein Thema auf, das in der Gesellschaft wachsende Bedeutung gewinnt. Immer mehr Menschen legen nicht nur Wert auf Produkte aus umweltgerechter und klimafreundlicher Herstellung, sondern zudem auch darauf, dass sie fair gehandelt sind.

Der „Faire Handel“ garantiert, dass Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden und Arbeiter*innen gute Arbeitsbedingungen haben und gerecht entlohnt werden.

Die Themen nachhaltiger Konsum und globale Gerechtigkeit finden sich nicht nur im Unterricht der Leonore-Goldschmidt-Schule wieder. Im Rahmen von Schulfesten und anderen Veranstaltungen werden Schüler*innen und Lehrkräfte für ein nachhaltiges Konsumverhalten sensibilisiert. In der Vorweihnachtszeit können sie sich mit Nikoläusen aus „Fairem Handel“ beschenken, zum Valentinstag gibt es „Fairtrade-Rosen“. In den Lehrerzimmern bietet die Fairtrade-AG der Schule nachhaltige Produkte auf einem Verkaufstisch an. Zudem ist es für die Schule selbstverständlich, dass hier auch fair gehandelter Kaffee aus den Automaten fließt.

Der „Faire Handel“ ist an der Leonore-Goldschmidt-Schule allerdings nur Teil eines Gesamtkonzeptes, das sich der Verwirklichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verschrieben hat. Anlässlich der Auszeichnung als „Fairtrade-School“ wurden an verschiedenen Stellen der Schule großformatige Informationstafeln angebracht, die auf die 17 Entwicklungsziele hinweisen und erklären, wo sich diese in der Schule wiederfinden.

Die Kampagne „Fairtrade-Schools“ gibt es seit 2012. Sie startete zunächst in Nordrhein-Westfalen. In ganz Deutschland gibt es mittlerweile 568 „Fairtrade-Schools“ und in Niedersachsen 32, davon sieben in Hannover. Neben der Leonore-Goldschmidt-Schule sind dies: IGS Roderbruch, Gymnasium Limmer, Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, Wilhelm-Schade-Förderschule, Berufsbildende Schule Handel und Freie Waldorfschule Hannover-Maschsee.

Das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover übernimmt im Stadtgebiet Hannover die Koordination der Kampagne „Fairtrade-Schools“ und arbeitet eng mit TransFair e.V. zusammen. Dieses gibt im Rahmen seiner Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung Unterstützung bei der Erfüllung der Kriterien im Rahmen des Zertifizierungsprozesses.

Schulen, die Interesse am Zertifikat „Fairtrade-School“ haben, können sich an das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro wenden: (05 11) 1 68 – 4 65 96 oder agenda21@hannover-stadt.de. Informationen zur Zertifizierung und den Kriterien gibt es im Internet unter www.fairtrade-schools.de.

HCN/su

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